Wirtschaft und wirtschaftliche Beziehungen
Die sozialistischen Machthaber verfolgten nach 1945 das Ziel, aus dem agrarisch geprägten und wenig industrialisierten Rumänien eine Industrienation zu formen.
Unter einer eklatanten Vernachlässigung von Landwirtschaft und Konsumgüterindustrie räumten die Planwirtschaftler der Grundstoff- und Schwerindustrie oberste Priorität ein.
Nachdem diese Strategie kurzzeitig erfolgreich gewesen war, begannen die Planungskomitees die tatsächlichen ökonomischen Determinanten des Landes aus den Augen zu verlieren. Die Verschwendung von Rohstoffen und natürlichen Ressourcen standen in keinem Verhältnis zu den Produktionsergebnissen. Gleichzeitig waren Lebensmittelknappheit und der sich stetig verringernde Lebensstandart die Folge dieser staatlichen Misswirtschaft. Retrospektiv betrachtet besteht kein Zweifel daran, dass die ökonomischen Missstände einen wesentlichen Beitrag zum Zerfall des Ostblocks beigetragen haben.
Seit dem Zusammenbruch des Ostblocks befindet sich auch Rumänien in einem Prozess der ökonomischen Transformation. Zu den ertragreichsten Zweigen der rumänischen Industrie gehören die Förderung von Erdöl und Erdgas sowie der Abbau und die Verarbeitung von Stein- und Braunkohle.
Als bedeutendster Wirtschaftszweig Rumäniens kann jedoch die Schwerindustrie mit Maschinenbau und Buntmetallurgie bezeichnet werden. Zudem verfügt das Land über eine chemische Industrie und unterschiedliche Zweige der Leichtindustrie wie Holzverarbeitung, Glas- und Keramikindustrie oder Textil- und Bekleidungsindustrie. Und auch die Bereiche der Nahrungs- und Genussmittelindustrie spielen im postkommunistischen Rumänien wieder eine wachsende Rolle.
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